Direkte Legemethode
Techniken

Direkte Methode

Das direkte Setzverfahren ist die älteste Methode der Mosaiksetzung. Bei dieser Technik werden die Mosaiksteine direkt auf die Trägerplatte geklebt bzw. in die frisch aufgetragene, noch nasse Bettungsschicht gesetzt. Korrekturen sind nach Erhärten der Bettungsschicht nicht mehr möglich. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass man beim Arbeiten jederzeit das Ergebnis vor Augen hat. Die durch diese Technik entstehende unebene Mosaikoberfläche reflektiert und bricht das einfallende Licht, so dass reizvolle Effekte erzielt werden können. Nicht zu empfehlen ist diese Methode, wenn sie eine absolut ebene Oberfläche braucht, wie für einen Tisch beispielsweise.

Indirekte Methode

Auf einer Unterlage aus Papier oder Leinwand fertigt man eine Mosaikvorzeichnung im Maßstab 1:1 spiegelbildlich an. Die Mosaiksteine werden dann mit ihrer Vorderseite auf diese Unterlage geklebt. Der dazu verwendete Leim muss wasserlöslich sein. Das fertige Mosaik wird nach Erhärten des Leims in eine vorbereitete Mörtelschicht verlegt. Ist die Bettungsschicht (Mörtelschicht) erhärtet, wird die noch an den Steinen haftende Unterlage mit Wasser entfernt. Diese Methode hat den Vorteil, dass Änderungen oder Nachbesserungen vor der endgültigen Befestigung der Arbeit jederzeit problemlos möglich sind. Geeignet ist diese Methode besonders für die Herstellung von Tischen oder Fußböden.

Reziproke Methode

Diese Technik stammt vermutlich aus dem 19. Jh. und wird heute gern verwendet. Hier werden Mosaiksteine in eine nicht erhärtende, weiche Unterlage direkt gesetzt. Als Unterlage haben sich z.B. Ton, oder Sand bewährt. Ist die Mosaikarbeit fertig gestellt, wird das Ganze mit wasserlöslichen Kleber und Leinwand bzw. Papier überdeckt. Nach dem Trocknen wird das Mosaik mit der Rückseite in frischen Kleber oder Mörtel gesetzt. Nun sollte die Arbeit ca. einen Tag lang ruhen, bis der Kleber erhärtet ist. Erst dann kann die Leinwand mit viel Wasser abgelöst werden. Anschließend wird das Mosaik bei Bedarf nochmals ausgefugt und abschließend gesäubert.